Länder-Analysen

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Aus den aktuellen Analysen
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Polen-Analysen Nr. 371

Polen ein Jahr vor den Parlamentswahlen 2027

Ein Jahr vor den Parlamentswahlen 2027 in Polen hat die Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk von der Bürgerkoalition (Koalicja Obywatelska – KO) mit schlechten Umfragewerten, einem unsicheren außenpolitischen Umfeld und dem potentiellen Verlust von Koalitionspartnern zu kämpfen. Die innenpolitische Bilanz ist gemischt und zentrale Themen wie eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts oder die juristische Aufarbeitung der Regierungsjahre unter der Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) kommen nur langsam voran. Trotz guter makroökonomischer Daten ist eine Wiederwahl also höchst unsicher, während sich gleichzeitig die rechte politische Landschaft neu aufstellt. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 336

Worte finden im Krieg.
Zur ukrainischen Dichtung der Gegenwart

Spätestens seit 2022 sind der russische Angriffskrieg und seine Folgen das zentrale Thema in der ukrainischen Dichtung der Gegenwart. Sie verbindet persönliches Zeugnis, Erinnerung und Widerstand. Dichter:innen wie Jaryna Tschornuhus, die selbst an der Front kämpft, fassen existenzielle Erfahrungen von permanenter Bedrohung, körperlicher Maximalbelastung und Verlust in Worte. (…)

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Zentralasien-Analysen Nr. 173

Usbekistans Verkehrsreformen:
Nichtlineare Pfade der Modernisierung

Mariya Petrova
Die Bereitstellung eines leistungsfähigen Mobilitätsangebots, die effiziente Regulierung des Verkehrs sowie eine gerechte Verteilung des knappen Straßenraums zwischen allen Verkehrsteilnehmern gehören weltweit zu den zentralen Herausforderungen städtischer Entwicklung. In Usbekistan fallen diese besonders stark ins Gewicht: rapides Bevölkerungswachstum, rasche Urbanisierung, ein anhaltender Bauboom und die zunehmende Motorisierung überfordern vielerorts die infrastrukturellen Kapazitäten der Städte, deren öffentliche Verkehrssysteme über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt wurden. Seit einigen Jahren sind jedoch verstärkte Bemühungen zu beobachten, diesen Herausforderungen zu begegnen und die Verkehrsinfrastruktur durch unterschiedliche Reformmaßnahmen zu modernisieren. (…)
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Belarus-Analysen Nr. 84

Folgsame Steuerzahler*innen ohne politische Stimme:
Paternalismus in belarusischen Staatsmedien

Volha Kananovich
Die vom Staat kontrollierten Medien schirmen nicht nur die Regierung von Kritik ab und versuchen, alternative Stimmen zu delegitimieren. Sie reproduzieren auch auf subtileren Wegen die autoritäre Herrschaft, indem sie die Vorstellungen der Bevölkerung über ihr Verhältnis zum Staat prägen. Der Beitrag untersucht einen dieser Mechanismen, nämlich den Diskurs über Steuerzahler*innen in der staatlichen belarusischen Presse. (…)
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Russland-Analysen Nr. 487

Russland – eine deutsche Erfindung

Gwendolyn Sasse
Gesellschaftliche Wahrnehmungen von Russland sind von innen- und außenpolitischer Relevanz. Die deutschen Russlandbilder – oftmals Projektionen, die mehr über die Deutschen als über Russland aussagen – lassen sich in unterschiedliche Denkräume gliedern, zeigen Unsicherheit, Desinteresse und Verdrängung und verändern sich trotz Russlands Krieg gegen die Ukraine nur zum Teil.
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Neue Chronik-Einträge
Russland29.10.2026Russland — 29.10.2026
Der estnische Inlandsgeheimdienst „KAPO“ beschuldigt Russland, Mitte August einen Brandanschlag auf den Rüstungshersteller „Milrem Robotics“ in Estland begangen zu haben. Das Unternehmen liefert unbemannte Bodenfahrzeuge in die Ukraine. Nach Angaben des Geheimdienstes entsprach die Vorgehensweise dem Muster weiterer mutmaßlich aus Russland gesteuerter Sabotageakte in Europa. Beweise wurden unter Verweis auf Geheimhaltung nicht veröffentlicht. Der Kreml wies die Anschuldigungen zurück.
Russland29.10.2026Russland — 29.10.2026
Nach Einschätzung der US-amerikanischen Nachrichtenagentur „Bloomberg“ erreichten Russlands Rohölexporte in der Woche zum 27. September 2026 mit durchschnittlich 3,99 Millionen Barrel täglich einen Höchststand seit Beginn des großflächigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022. Die Entwicklung wurde begünstigt durch gestiegene Weltmarktpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten sowie die verstärkte Ausfuhr von Rohöl, das durch ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien nicht im Inland verarbeitet werden konnte. Die gesamten russischen Öl- und Ölproduktexporte gingen nach Berechnungen der Raiffeisenbank auf rund 28 Millionen Tonnen monatlich zurück und liegen damit auf dem niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie.
Polen19.10.2026Polen — 19.10.2026
Vizeverteidigungsminister Cezary Tomczyk bestätigt die Festnahme eines Mannes mit sowohl polnischer als auch ukrainischer Staatsbürgerschaft Ende letzter Woche. Der Mann sei Teilnehmer eines Offizierskurses an der Medizinischen Militärakademie in Lodz (Łódź). Der Militärische Nachrichtendienst untersuche, ob ein Spionagevorfall für ein anderes Land vorliege, teilt Tomczyk mit.
Polen17.10.2026Polen — 17.10.2026
Im Rahmen der »Akademie für Bevölkerungsschutz und Zivilverteidigung« findet an 2.000 Veranstaltungsorten in Polen ein speziell auf Familien ausgerichtetes Übungsprogramm für den Krisen- und Katastrophenfall statt. Nach Angaben des Innenministeriums haben bisher 800.000 Personen an den insgesamt 3.500 Veranstaltungen der Akademie teilgenommen.
Polen16.10.2026Polen — 16.10.2026
Am Rande einer Demonstration vor dem Verfassungstribunal (Trybunał Konstytucyjny – TK), zu der sich Medienschaffende und Anhänger des rechtsgerichteten politischen Lagers versammelt haben, nimmt die Polizei einen Mann fest. Dabei verletzt dieser eine Polizistin mit einem Messer. Innenminister Marcin Kierwiński warnt davor, Angriffe auf die Polizei gutzuheißen und eine Eskalation herbeiführen zu wollen.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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