Wer wird nach Lukaschenka in Belarus regieren?
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Neu ab Januar bei den englischsprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen
Belarus Analytical Digest (von der Redakteurin der Belarus-Analysen)
Aktuelle Analysen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch
bei den englisch-sprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen:
| Russland | 05.02.2026 | Das New START Abkommen, der letzte große Atomwaffen Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, läuft aus; damit entfällt nach mehr als einem halben Jahrhundert erstmals jede vertraglich festgelegte Obergrenze für die strategischen Nukleararsenale beider Staaten. Der 2010 geschlossene Vertrag hatte die Zahl einsatzbereiter strategischer Sprengköpfe auf jeweils 1.550 sowie die Zahl der Trägersysteme auf 700 begrenzt, wurde von Russland am 21.02.2023 faktisch ausgesetzt. Kremlsprecher Dmitrij Peskow spricht anschließend von einem gemeinsamen Verständnis, „dass beide Seiten verantwortlich handeln“ und zeitnah Gespräche aufnehmen sollten. Moskau betont zugleich, man halte informelle Lösungen ohne rechtlich verbindlichen Vertrag für unrealistisch und lehne die von US Präsident Donald Trump favorisierte bloß politische Selbstverpflichtung ab, während Washington die Einbindung Chinas in ein künftiges Abkommen fordert. |
| Russland | 04.02.2026 | In Abu Dhabi beginnen neue Verhandlungen über ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, an denen Delegationen aus Russland und der Ukraine sowie die USA als Vermittler teilnehmen. Beide Seiten bewerten die bisherigen Gespräche als „konstruktiv“, zugleich macht Russland deutlich, dass es seine Maximalforderungen nicht aufgegeben hat und weiterhin auf Gebietsabtretungen, eine Begrenzung der ukrainischen Militärkapazitäten und politische Veränderungen in der Ukraine drängt, während Kyjiw ein Abkommen fordert, das wirksam vor erneuten Angriffen schützt. Die Verhandlungen enden tags darauf am 05.02.2026 mit einem Gefangenenaustausch von jeweils 157 Menschen zwischen Russland und der Ukraine. Die USA und Russland verständigen sich auf eine Wiederaufnahme des seit 2021 ausgesetzten militärischen Dialogs auf Leitungsebene nach Angaben des US-Oberkommandos für Europa (EUCOM) in einer Mitteilung. Während der Gespräche greift Russland massiv die ukrainische Infrastruktur, darunter Strom- und Bahnnetz, sowie Städte mit Drohnen, Raketen und Streumunition an. Das Treffen war ursprünglich für den 1. Februar geplante und wird kurzfristig auf den 4. und 5. Februar verschoben, nachdem laut Bericht der New York Times ein separates Treffen des US‑Sondergesandten Steve Witkoff mit Putins Sonderbeauftragtem Kirill Dmitrijew in Florida stattgefunden hatte. |
| Russland | 04.02.2026 | Präsident Wladimir Putin entlässt seinen langjährigen Vertrauten und früheren Verteidigungsminister Sergej Iwanow per Erlass aus dem Amt des Sonderbeauftragten des Präsidenten für Umweltschutz, Ökologie und Transport. Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow erklärt, Iwanow habe „auf eigenen Wunsch“ um Entbindung gebeten; der 73 Jährige hatte den Posten seit 2016 inne und gehört weiterhin zum engeren sicherheitspolitischen Establishment, u. a. als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats. |
| Russland | 03.02.2026 | In russischen Regionen nahe der finnischen Grenze werden nach Analysen des „Institute for the Study of War“ (ISW) mehrere Militärstandorte ausgebaut; Satellitenbilder, die der finnische Rundfunk Yle veröffentlicht, zeigen u. a. Bauarbeiten auf dem bisher weitgehend brachliegenden Stützpunkt Rybka rund 175 Kilometer von der Grenze entfernt, der künftig vom 44. Armeekorps genutzt werden soll. Parallel entsteht in Kandalakscha in der Oblast Murmansk etwa 115 Kilometer von Finnland entfernt eine neue Militärstadt mit zusätzlicher Infrastruktur für Truppen, was westliche Experten als Teil einer langfristigen Vorbereitung auf einen möglichen künftigen Konflikt mit der Nato und Reaktion auf den finnischen Bündnisbeitritt werten. |
| Russland | 03.02.2026 | Russland und Myanmar schließen ein auf fünf Jahre angelegtes militärisches Kooperationsabkommen, das bis 2030 laufen soll und die bereits enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit der Militärjunta weiter vertieft, so TASS. Bei einem Besuch des Sekretärs des russischen Sicherheitsrats Sergej Schoigu in Myanmar kündigt Moskau umfassende Unterstützung an, einschließlich Waffenlieferungen, Ausbildung und politischer Rückendeckung auf internationaler Bühne. |
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Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.
Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.
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