Länder-Analysen

Aktuelles

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Aus den aktuellen Analysen
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Polen-Analysen Nr. 370

»Erhebe dich, Polen!« Der polnische Freiheitsgeist und die Romantik

1794, 1830, 1863, 1944 – diese Daten rufen bei deutschen Leserinnen und Lesern meist nicht sofort Erinnerungen hervor; mit Ausnahme vielleicht des Jahres 1830. Fragt man hingegen in Polen danach, so werden wohl sogleich die dahinterstehenden nationalen Erhebungen benannt. Auch nach Jahrzehnten sind nämlich der Kościuszko-, der November-, der Januar- und schließlich der Warschauer Aufstand feste Bestandteile des polnischen kollektiven Gedächtnisses. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 335

Entwicklungen im fünften Kriegsjahr

Es ist sehr symbolisch, dass die Ukraine am 24. August 2026 nicht nur den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit feierte, sondern auch einen weiteren bedeutenden Meilenstein überschritt: genau viereinhalb Jahre des umfassenden Krieges mit Russland. (…)

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Zentralasien-Analysen Nr. 173

Usbekistans Verkehrsreformen:
Nichtlineare Pfade der Modernisierung

Mariya Petrova
Die Bereitstellung eines leistungsfähigen Mobilitätsangebots, die effiziente Regulierung des Verkehrs sowie eine gerechte Verteilung des knappen Straßenraums zwischen allen Verkehrsteilnehmern gehören weltweit zu den zentralen Herausforderungen städtischer Entwicklung. In Usbekistan fallen diese besonders stark ins Gewicht: rapides Bevölkerungswachstum, rasche Urbanisierung, ein anhaltender Bauboom und die zunehmende Motorisierung überfordern vielerorts die infrastrukturellen Kapazitäten der Städte, deren öffentliche Verkehrssysteme über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt wurden. Seit einigen Jahren sind jedoch verstärkte Bemühungen zu beobachten, diesen Herausforderungen zu begegnen und die Verkehrsinfrastruktur durch unterschiedliche Reformmaßnahmen zu modernisieren. (…)
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Belarus-Analysen Nr. 84

Folgsame Steuerzahler*innen ohne politische Stimme:
Paternalismus in belarusischen Staatsmedien

Volha Kananovich
Die vom Staat kontrollierten Medien schirmen nicht nur die Regierung von Kritik ab und versuchen, alternative Stimmen zu delegitimieren. Sie reproduzieren auch auf subtileren Wegen die autoritäre Herrschaft, indem sie die Vorstellungen der Bevölkerung über ihr Verhältnis zum Staat prägen. Der Beitrag untersucht einen dieser Mechanismen, nämlich den Diskurs über Steuerzahler*innen in der staatlichen belarusischen Presse. (…)
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Russland-Analysen Nr. 486

Jenseits des Gesamtwachstums:
Russlands uneinheitliche Kriegswirtschaft

Heli Simola
Seit der groß angelegten Invasion in die Ukraine zeigt die russische Wirtschaft je nach Sektor uneinheitliche Entwicklungen. Dieser Artikel untersucht anhand von Statistiken zur russischen Industrie und zu Unternehmensgewinnen diese Unterschiede. In den mit dem Militär verbundenen Sektoren sind sowohl die Produktion als auch die Gewinne stark gestiegen, während viele zivile Industriezweige mit Produktionsrückgängen, geringeren Gewinnen und höheren Kosten zu kämpfen haben. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Polen05.10.2026Polen — 05.10.2026
In Świdnik (Woiwodschaft Lublin/województwo lubelskie) gibt Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz umfangreiche Investitionen in die Neuansiedlung bzw. den Ausbau von Militärstützpunkten (u. a. Luftstreitkräfte und Flugabwehr) in der Region bekannt. Er setze sich dafür ein, dass Militärinvestitionen in der Woiwodschaft Lublin und der Woiwodschaft Vorkarpaten (woj. podkarpackie) im kommenden Haushalt Priorität haben.
Polen04.10.2026Polen — 04.10.2026
Das Außenministerium teilt mit, dass die Tätigkeit der Botschaft der Republik Polen in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw weiter wie bisher ausgeübt wird. Der Hintergrund ist der Aufruf Russlands an Ausländer und diplomatisches Personal, Kyjiw zu verlassen, da Russland »Vergeltungsakte« an der Ukraine verüben werde. Mit seinem Aufruf wolle Russland Angst in Europa verbreiten und die Unterstützung für die Ukraine schwächen, heißt es in der Mitteilung des polnischen Außenministeriums.
Polen04.10.2026Polen — 04.10.2026
Der Autor Szczepan Twardoch wird mit dem NIKE-Literaturpreis für seinen Roman »Null« (2025) ausgezeichnet. Darin behandelt er den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Für die deutsche Übersetzung des Romans (»Die Nulllinie. Roman aus dem Krieg«) erhielt der Übersetzer Olaf Kühl im Juni den Karl-Dedecius-Preis des Deutschen Polen-Instituts, Darmstadt.
Polen02.10.2026Polen — 02.10.2026
Auf dem Handelsministertreffen der G20 in Milwaukee (USA) unterstreicht Wirtschaftsminister Andrzej Domański die Notwendigkeit, in den internationalen Handelsbeziehungen faire und transparente Wettbewerbsregeln einzuhalten. Die systematisch betriebene Überproduktion, z. B. in der Auto- und der Chemiebranche sowie der Batterieproduktion, sei eine Gefahr für den Welthandel, die Sicherheit von Arbeitsplätzen und den Wohlstand.
Polen01.10.2026Polen — 01.10.2026
Barbara Nowacka, Ministerin für Nationale Bildung, beruft Mikołaj Wolanin zum Beauftragten für Schüler und Jugendpolitik des Bildungsministeriums. Schwerpunkte seines Arbeitsfeldes sind die Rechte und Pflichten von Schülern in Zusammenarbeit mit den Schulen, Kommunen, Jugendräten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Verwaltung.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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