Länder-Analysen

Aktuelles

Keine Ausgabe verpassen? – Alle Länder-Analysen-Reihen gibt es im kostenlosen Abo: https://www.laender-analysen.de/abonnement/

 

Neu ab Januar bei den englischsprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen

Belarus Analytical Digest (von der Redakteurin der Belarus-Analysen)

Moldovan Analytical Digest

 

Aktuelle Analysen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch

bei den englisch-sprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen:

Ukrainian Analytical Digest und Russian Analytical Digest

Aus den aktuellen Analysen
Titelbild
Polen-Analysen Nr. 361

Recht und Gerechtigkeit (PiS) nach den Parlamentswahlen von 2023

Die Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) bestimmt seit mehr als zwei Jahrzehnten das politische Geschäft in Polen entscheidend mit. 2005–2007 und 2015–2023 übernahm sie die Regierungsverantwortung, unterstützt vom Staatspräsidenten aus den eigenen Reihen, Andrzej Duda (2015–2025). Ab 2015 gestaltete die PiS das polnische Justizsystem radikal um, was zu Protesten der Opposition und der Zivilgesellschaft sowie zu Blockaden von EU-Geldern durch die Europäische Kommission wegen Beugung der Rechtsstaatlichkeit führte. (…)

Zum Artikel
Titelbild
Ukraine-Analysen Nr. 329

Jenseits hochrangiger Diplomatie:
Die OSZE und innergesellschaftlicher Dialog in der Ukraine

Seit 2014 unterstützt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) aktiv innergesellschaftliche Dialogprozesse in der Ukraine. Diese Bemühungen umfassen die Förderung von Dialog als Instrument zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie zur Unterstützung landesweiter Reformen in den von Kyjiw kontrollierten Gebieten, darunter Dezentralisierung, die Beteiligung von Bürger:innen an staatlichen Entscheidungsprozessen sowie die Lösung kommunaler Herausforderungen wie die (Re-)Integration von Binnenvertriebenen und Kriegsveteran:innen. Diese Analyse untersucht die Anstrengungen der OSZE, den innerukrainischen Dialog vor und nach Februar 2022 zu fördern. (…)

Zum Artikel
Zentralasien-Analysen Nr. 171

Zwischen kollektiver Unterdrückung und fragmentierter Diaspora:
Die pamirische Emigration aus Berg-Badachschan seit 2022

Khursand Khurramov
Der Beitrag untersucht die umfassende Emigration aus dem Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) in Tadschikistan seit 2022 als Folge der bis heute anhaltenden Unterdrückung der pamirischen Minderheit durch das autoritäre Regime in Duschanbe. Er zeigt, wie sich die vormals wirtschaftlich motivierte Arbeitsmigration aus der Pamir-Region in eine politisch bedingte, langfristige Emigration wandelte, wobei Russland aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den tadschikischen Behörden keine sichere Option mehr darstellt. Anhand neuer Emigrationsrouten nach Europa und Nordamerika sowie der Erfahrungen pamirischer Migranten analysiert der Beitrag die institutionellen Grenzen westlicher Asylsysteme im Umgang mit kollektiver Verfolgung. (…)
Zum Artikel
Belarus-Analysen Nr. 82

Zwischen Russland und der EU:
Exil, Abhängigkeit und geopolitische Orientierung der belarusischen demokratischen Opposition

Ekaterina Pierson-Lyzhina, Radzhana Buyantueva
Seit den Protesten von 2020 und der russischen Vollinvasion in die Ukraine im Jahr 2022 hat die belarusische demokratische Opposition ihren Kampf gegen das Regime von Lukaschenka zunehmend als einen Kampf für nationale Souveränität und Emanzipation von russischer Dominanz dargestellt. Die Opposition agiert im Exil und hat sich an die Europäische Union als wichtigsten Partner und symbolischen Referenzpunkt gewandt. Sie versucht bei ihrer Arbeit im Ausland weiterhin, eine größere Distanz zwischen Russland und Belarus herzustellen und das Land enger an die EU zu binden. (…)
Zum Artikel
Russland-Analysen Nr. 479

Was geschieht mit den russischen Naturschutzgebieten? Wie russische Behörden den Schutz von Sonderschutzgebieten im Natur- und Landschaftsschutz massiv schwächen

Angelina Davydova, Aleksej Martow
Vor dem Hintergrund des seit vier Jahren andauernden umfassenden Krieges gegen die Ukraine und der damit verbundenen zunehmenden wirtschaftlichen Probleme haben die russischen Behörden begonnen, die Umweltschutzgesetze des Landes zu lockern – um daraus finanzielle Vorteile zu ziehen und aus »Gründen der Landesverteidigung«. Ende 2025 verabschiedeten die Staatsduma und der Föderationsrat ein Gesetz, das Bau- und andere Aktivitäten im Gebiet des Baikalsees erlaubt, die zuvor streng verboten waren. Am 18. (…)
Zum Artikel
Neue Chronik-Einträge
Polen30.03.2026Polen — 30.03.2026
Polnische Medien berichten von einem Interview, das Jarosław Kaczyński, Parteivorsitzender von Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS), am Vortag dem ungarischen regierungsnahen Nachrichtenportal Mandiner gegeben hat. Er befürwortet einen Sieg der Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán bei den Parlamentswahlen in Ungarn Mitte April. Wenn auch das rechte Lager in Polen und Frankreich gewinnen und in Italien an der Macht bleiben würde, könnten in der Europäischen Union positive Veränderungen eintreten, hin zu einer EU als Koordinatorin der Politik souveräner Staaten. Zurzeit würden Entscheidungen zunehmend in Brüssel oder Berlin getroffen. Mit Blick auf die prorussische Einstellung der ungarischen Regierung sagt Kaczyński, Ungarn sei wegen seiner Situation bei der Energieversorgung gezwungen, Beziehungen zu Russland zu unterhalten; Polen habe den gegenteiligen Weg eingeschlagen.
Polen27.03.2026Polen — 27.03.2026
Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz empfängt in Warschau seinen estnischen Amtskollegen Hanno Pevkur. Vereinbart wird die Erarbeitung eines neuen Vertrags über die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Weiter teilt Kosiniak-Kamysz mit, dass polnische und estnische Rüstungsunternehmen einen Vertrag über die Entwicklung von Drohnen sowie Drohnenabwehr unterzeichnet haben.
Polen26.03.2026Polen — 26.03.2026
Das Ministerium für Fonds und Regionalpolitik teilt mit, dass in Polen mehr als 2.000 Klubs für digitale Entwicklung (Klub Rozwoju Cyfrowego) entstehen sollen. Sie sollen Kurse für Erwachsene zur Nutzung digitaler Medien, z. B. für digitale Behörden- und Gesundheitsdienstleistungen, anbieten, insbesondere in Gemeinden mit eingeschränktem Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Das Ziel ist es, Benachteiligungen entgegenzuwirken und Teilhabe zu ermöglichen. Für das Projekt stehen knapp 976 Millionen Zloty (ca. 228 Millionen Euro) aus dem EU-Programm Europäischer Sozialfonds Plus 2021–2027 zur Verfügung.
Polen25.03.2026Polen — 25.03.2026
Wojciech Kolarski, Staatssekretär beim Präsidenten, nimmt im Österreichischen Kulturforum in Warschau an der Präsentation der Umgestaltungspläne für die Gedenkstätte des ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagers Gusen (Österreich) teil. In seiner Rede weist er darauf hin, dass die im Wannsee-Memorandum 2018 aufgestellten Standards für Gedenkstätten ehemaliger Konzentrations- und Vernichtungslager im Falle Gusen nicht erfüllt worden seien. Im Informationsmaterial und in der Ausstellung der Gedenkstätte Gusen müsse explizit darauf hingewiesen werden, dass die größte Gruppe der Inhaftierten in Gusen Polen gewesen seien.
Polen24.03.2026Polen — 24.03.2026
Ministerpräsident Donald Tusk kritisiert mit scharfen Worten das Treffen zwischen Präsident Karol Nawrocki und dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán am Vortag in Budapest. Es habe entgegen den Empfehlungen der Regierung Polens stattgefunden. Der Präsident Polens solle die Politik Orbáns nicht legitimieren, die prorussisch sei und sich zunehmend gegen die Europäische Union richte, unterstreicht Tusk. Er bezieht sich damit u. a. auf Orbáns Veto bei der Freigabe von EU-Geldern für die Ukraine, die von Russland militärisch angegriffen wird, und auf Informationen polnischer Geheimdienste, dass Mitarbeiter Orbáns vertrauliche Informationen aus Sitzungen von EU-Institutionen an Russland geliefert haben sollen.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


Logo FSO
Logo DGO
Logo ZOIS
Logo DPI
Logo IAMO
Logo IOS