Länder-Analysen

Aus den aktuellen Analysen
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Zentralasien-Analysen Nr. 146

Die »Verborgene Pandemie«: Häusliche Gewalt gegen Frauen in Kirgistan

Mit dem Beginn des Lockdowns im Frühjahr 2020 stiegen die Fälle von häuslicher Gewalt in Kirgistan auf ein Rekordhoch. 2020 wurden im Vergleich zum Vorjahr 47 % mehr Fälle registriert, die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Der Balanceakt zwischen Infektionsschutz und Gewaltprävention scheint zu misslingen: Ausgangssperren sahen keine Ausnahmeregelungen für Oper häuslicher Gewalt vor und die Quarantänemaßnahmen untersagten Krisenzentren die weitere Aufnahme von Schutzsuchenden. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 54

Politische Krise in Belarus:
Die Folgen für die Wirtschaft

Die politische Krise in Belarus, die im August 2020 nach den Präsidentschaftswahlen ausbrach, hat erhebliche Folgen für die Wirtschaft des Landes. Die wichtigste ist der Vertrauensverlust gegenüber der Regierung. Kurzfristig hat dieser zum Abzug von Guthaben und einer Welle von Standortwechseln im IT-Sektor. (…)

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Russland-Analysen Nr. 400

Die Übersterblichkeit macht den wahren Opferzoll deutlich, den Corona in Russland fordert

Dmitry Kobak
Die Daten für 2020 zur Übersterblichkeit in Russland ergeben im Vergleich mit den offiziellen, täglich aktualisierten Zahlen ein viel düsteres Bild der Todeszahlen im Zusammenhang mit Covid-19. In Russland ist die Übersterblichkeit um den Faktor 6,5 höher als die offiziell gemeldeten und täglich aktualisierten Covid-19-Todesfallzahlen (Stand: 01. Januar 2021 ohne den Monat Dezember). (…)
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Ukraine-Analysen Nr. 249

Gerade noch rechtzeitig reformiert? Wie das ukrainische Gesundheitssystem mit der Covid-19-Pandemie zurechtkommt

Tetiana Stepurko, Pavlo Kovtoniuk
In den vergangenen Jahrzehnten hat die Ukraine im Gesundheitssektor keine gute Regierungsführung gezeigt. Die Covid-19-Pandemie hat zwar keine neuen Schwachstellen geschaffen, sondern verschärfte eher die bestehenden. Die Regierung hat es nicht vermocht, ein effektives System zum Testen und Rückverfolgen von Kontakten einzurichten; auch wurde eine nur recht schleppende Impfkampagne gestartet, während die dritte Welle der Pandemie langsam, aber sicher anrollt. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Polen12.04.2021Polen — 12.04.2021
Ab dem heutigen Tag können sich 59-Jährige (Geburtsjahr 1962) einen Termin für eine Corona-Impfung geben lassen.
Polen12.04.2021Polen — 12.04.2021
Ministerpräsident Mateusz Morawiecki kündigt an, dass die Regierung in den kommenden Jahren mehr als 30 Mrd. Zloty für die Straßeninfrastruktur auf Orts-, Gemeinde- und Kreisebene zur Verfügen stellen wird.
Polen11.04.2021Polen — 11.04.2021
Die Fraktionsabgeordneten der Bürgerkoalition (Koalicja Obywatelska – KO), Michał Szczerba und Dariusz Joński, kündigen eine Anzeige bei der Obersten Kontrollkammer (Najwyższa Izba Kontroli – NIK) an. Hintergrund ist der Vertrag zwischen dem Gesundheitsministerium und einem Waffenhändler aus Lublin vom April 2020 über den Kauf von Beatmungsgeräten für Covid-19-Patienten. Auf den ausgestellten Rechnungen sei keine Mehrwertsteuer angegeben, es hätten aber ca. 13 Mio. Zloty abgeführt werden müssen, so die KO-Abgeordneten.
Polen09.04.2021Polen — 09.04.2021
Ab dem heutigen Tag dürfen laut Anordnung des Gesundheitsministeriums abgesehen von Ärzten auch Zahnärzte, Krankenschwestern, Hebammen, Arzthelferinnen, Rettungshelfer und Schulkrankenschwestern Impfungen gegen Covid-19 durchführen. Nach Absolvierung einer Schulung dürfen auch Studierende der Medizin und der Krankenpflege im fortgeschrittenen Studium sowie Physiotherapeuten, Pharmazeuten und Laborangestellte impfen.
Polen09.04.2021Polen — 09.04.2021
Die Landesstaatsanwaltschaft teilt mit, dass die Untersuchung der Ursachen der Flugzeugkatastrophe von Smolensk (2010) bis zum 31. Dezember 2021 verlängert wird. An den Untersuchungen sind internationale Experten beteiligt. Bisher habe Russland nicht auf die Mahnschreiben der Landesstaatsanwaltschaft auf Herausgabe des Flugzeugwracks reagiert. Bei dem Flugzeugabsturz verunglückten 96 Personen des politischen und öffentlichen Lebens Polens, darunter Präsident Lech Kaczyński, tödlich.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa und der post-sowjetischen Region. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte als auch im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen zwei englischsprachige Partner-Publikationen, die vom Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich, dem Institute for European, Russian and Eurasian Studies der George Washington University und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links beim (auch ohne Anmeldung) frei zugänglichen Twitter-Konto der Länder-Analysen: https://twitter.com/laenderanalysen


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