Länder-Analysen

Aktuelles

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Aus den aktuellen Analysen
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Russland-Analysen Nr. 482

Die strukturellen Probleme der regionalen Haushalte in Russland

Die Haushaltsdefizite russischer Regionen wachsen zunehmend und dauerhaft. Ausgleichszahlungen wie auch Reserven werden aufgezehrt. Neue Schulden, finanziert durch kommerzielle Kredite mit erhöhter Zinslast, werden aufgebaut, denn Einnahmen aus der von Unternehmen gezahlten Körperschaftsteuer sinken. (…)

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Titelbild
Ukraine-Analysen Nr. 332

Demografie im Krieg:
Flucht, Fertilität und Mortalität

Die Ukraine hat in den ersten Jahren ihrer Unabhängigkeit sieben Millionen Menschen verloren. Die Geburtenzahlen liegen seit Anfang der 1960er Jahre unter der Reproduktionsrate. Der seit 2014 andauernde Krieg Russlands gegen das Land hat die demografische Krise verschärft. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 83

Der Raswodjaschtschij:
Lukaschenkas Nahostreise 2025/26 als Ausdruck der beständigen Muster der belarusischen Diplomatie

Boris Ginzburg
Lukaschenkas Nahost- und Nordafrikareise 2025/26 verdeutlicht die konstanten Muster der belarusischen Außenpolitik unter seiner Herrschaft: die Instrumentalisierung der Diplomatie zur Erlangung internationaler Legitimität, ein stark auf die herrschende Familie zentrierter, personalisierter Entscheidungsstil sowie proaktive – oft disruptive – Bemühungen, sich in globalen Angelegenheiten relevant zu machen. Indem die Reise im Kontext des breiteren diplomatischen Verhaltens Minsks betrachtet wird, argumentiert die Analyse, dass Belarus nicht als passiver russischer Stellvertreter abgetan, sondern als autonomer Störfaktor verstanden werden sollte, der regionale Dynamiken maßgeblich beeinflussen kann. Diese Merkmale haben direkte sicherheitspolitische Auswirkungen auf Europa sowie auf Deutschland und Israel im engeren Sinne, insbesondere im Hinblick auf die Kriege im Iran und der Ukraine sowie die sich abzeichnenden Sicherheitsbündnisse in der sich wandelnden europäischen und nahöstlichen Sicherheitsordnung.
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Polen-Analysen Nr. 364

Die polnisch-amerikanische Partnerschaft im Wandel

Reinhold Vetter
Der US-amerikanisch-israelische Angriff auf den Iran und die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Zukunft der NATO und einem möglichen Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland haben Bewegung in die außen- und innenpolitische Debatte in Polen gebracht. Ministerpräsident Donald Tusk und seine Dreierkoalition verhalten sich distanziert-kritisch zu Trumps Auftreten, wollen jedoch an der transatlantischen Partnerschaft festhalten. Gleichzeitig plädieren sie für mehr gemeinsame europäische Verteidigungsanstrengungen. (…)
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Zentralasien-Analysen Nr. 171

Zwischen kollektiver Unterdrückung und fragmentierter Diaspora:
Die pamirische Emigration aus Berg-Badachschan seit 2022

Khursand Khurramov
Der Beitrag untersucht die umfassende Emigration aus dem Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) in Tadschikistan seit 2022 als Folge der bis heute anhaltenden Unterdrückung der pamirischen Minderheit durch das autoritäre Regime in Duschanbe. Er zeigt, wie sich die vormals wirtschaftlich motivierte Arbeitsmigration aus der Pamir-Region in eine politisch bedingte, langfristige Emigration wandelte, wobei Russland aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den tadschikischen Behörden keine sichere Option mehr darstellt. Anhand neuer Emigrationsrouten nach Europa und Nordamerika sowie der Erfahrungen pamirischer Migranten analysiert der Beitrag die institutionellen Grenzen westlicher Asylsysteme im Umgang mit kollektiver Verfolgung. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Russland18.05.2026Russland — 18.05.2026
Russland und Belarus beginnen gemeinsame militärische Übungen, bei denen der Kampfeinsatz taktischer Atomwaffen geprobt wird. Nach Angaben des belarussischen Verteidigungsministeriums liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf Maßnahmen zur Tarnung, auf weiträumigen Verlegungen sowie auf der Berechnung des Einsatzes von Kräften und Mitteln. Die belarussische Seite betont, die Übung sei planmäßig, richte sich nicht gegen Drittstaaten und stelle keine Bedrohung für die regionale Sicherheit dar. Das russische Verteidigungsministerium äußert sich zunächst nicht zu dem Manöver.
Polen18.05.2026Polen — 18.05.2026
In Anwesenheit von Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz wird in Dęblin ein Vertrag zwischen den Rüstungsunternehmen Wojskowe Zakłady Lotnicze (Polen) und Honeywell (USA) über den Technologietransfer zur Wartung von Abrams-Panzern unterzeichnet. Polen ist damit der erste Standort in Europa mit einem autorisierten Wartungszentrum.
Russland17.05.2026Russland — 17.05.2026
Präsident Wladimir Putin unterzeichnet einen Erlass, der Einwohner:innen der abtrünnigen moldauischen Region Transnistrien den Zugang zur russischen Staatsbürgerschaft deutlich erleichtert. Künftig können Menschen ab 18 Jahren einen russischen Pass erhalten, ohne die bisher übliche fünfjährige Wohnsitzpflicht in Russland zu erfüllen, Sprachprüfungen in Russisch abzulegen oder Kenntnisse über Geschichte und Staatsbürgerkunde nachzuweisen. Nach Schätzungen besitzen bereits jetzt rund 200.000 bis 250.000 der etwa 450.000 Einwohner:innen Transnistriens die russische Staatsbürgerschaft. Mit dem Dekret verstärkt Moskau den politischen Druck auf die Republik Moldau und folgt einem Muster, das zuvor bereits in anderen von Russland beeinflussten Konfliktregionen wie dem Donbass, Abchasien und Südossetien angewandt wurde. In Reaktion darauf kritisiert die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, den Erlass scharf und stellt einen Zusammenhang zur Rekrutierung von Soldat:innen für den Krieg gegen die Ukraine her. Sie warnt, dass die Maßnahme die Sicherheitslage in Moldau weiter verschärfe und verweist darauf, dass Russland in der Vergangenheit wiederholt den Schutz eigener Staatsbürger:innen als Begründung für militärische Schritte in anderen Ländern angeführt hat.
Russland17.05.2026Russland — 17.05.2026
In der Nacht greift die Ukraine mit einem massiven Drohnenangriff die Region Moskau an und trifft nach Angaben russischer Behörden mehrere Energieanlagen, einen Betrieb der Rüstungsindustrie und den Flughafen Scheremetjewo. Die russische Luftabwehr meldet die Abwehr von mehr als 500 Drohnen. Betroffen sind 14 Regionen, hauptsächlich rund um die Hauptstadt, so das Verteidigungsministerium. In der Oblast Moskau kommen mindestens drei Menschen ums Leben, zahlreiche weitere werden verletzt. In Belgorod trifft eine Drohne nach Angaben der örtlichen Behörden einen Lastkraftwagen und tötet dabei einen Menschen. Die ukrainische Seite erklärt, sie nehme militärische und energie wirtschaftliche Infrastruktur in Russland ins Visier, weil diese direkt zur Fortführung des Angriffskriegs gegen die Ukraine beitrage. Zuvor hatte ein ukrainischer Drohnenangriff in der Nacht zum 15. Mai die von Rosneft betriebene Erdölraffinerie bei Rjasan in Brand gesetzt und dabei mindestens vier Menschen getötet sowie Dutzende verletzt. Tage zuvor starben in Kyjiw mindestens 24 Menschen durch einen Luftangriff der russischen Seite. Staatsmedien berichten kaum über die Angriffe. Trotz eines Verbots, Bilder und Videos der Angriffe und Schäden zu veröffentlichen, werden sie in sozialen Medien geteilt.
Polen16.05.2026Polen — 16.05.2026
Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz schreibt im Nachrichtendienst X, dass zurzeit ein Umstrukturierungsprozess der in Europa stationierten US-amerikanischen Streitkräfte stattfindet. Polen schlage seit langem vor, die Zahl der ständig anwesenden US-Soldaten in Polen auf Kosten der dem Rotationsprinzip unterstehenden Soldaten zu erhöhen. Im Hintergrund stehen aktuell zirkulierende Medienberichte, dass 4.000 Soldaten, die im Rotationsprinzip ausgetauscht werden sollten, nicht ersetzt würden.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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