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Aus den aktuellen Analysen
Józef Piłsudski. Geschichtspolitik und Erinnerungskultur 100 Jahre nach dem Mai-Umsturz
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| Polen | 15.06.2026 | Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Hauptamtes (Główny Urząd Statystyczny – GUS) betrug der Warenwert des Außenhandels im Zeitraum von Januar bis April 2026 im Export 125,9 Mrd. Euro zu laufenden Preisen. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Import belief sich auf 127,6 Mrd. Euro, was ein Anstieg um 2,5 Prozent ist. |
| Polen | 14.06.2026 | Präsident Karol Nawrocki ist zu einem zweitägigen Besuch in den USA, wo er an der Feier zum 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump und an der 250-Jahrfeier der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung teilnimmt. Im Gespräch mit Journalisten kritisiert er das »antiamerikanische Narrativ vieler wichtiger Politiker in Polen« und die von einigen Medienschaffenden provozierte »Gereiztheit« in Bezug auf die USA. Die polnisch-amerikanischen Beziehungen seien stabil, da die polnische Bevölkerung so klug gewesen sei, ihn zum Präsidenten Polens zu wählen. |
| Russland | 14.06.2026 | In Berlin gründen im Exil lebende russische Oppositionspolitiker eine neue Partei mit dem Namen „Mirnaja Rossija“ (dt. „Friedliches Russland“), deren Vorsitzender Ilja Jaschin wird. Auf dem zweitägigen Gründungsparteitag verabschieden die Delegierten Manifest, Satzung und Leitungsstruktur. In den zentralen Politischen Rat ziehen 25 Personen ein, darunter der frühere FBK-Manager Wladimir Aschurkow und der Unternehmer Sergej Petrow. Jaschin betont, die Partei gründe sich auf die drei Prinzipien Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, strebe einen Machtwechsel in Russland an und wolle zugleich die Interessen der gegen den Krieg eingestellten Russ:innen international vertreten; eine Registrierung in Russland ist vorerst nicht geplant. |
| Russland | 13.06.2026 | Mehrere russische Regionen führen Beschränkungen für den Kraftstoffverkauf ein. Betroffen sind unter anderem Tatarstan, Moskau, St. Petersburg und Uljanowsk. Die Limits reichen von 20 Litern Benzin bis zu 100 Litern Kraftstoff pro Kunde. Nach Medienberichten leiden inzwischen mindestens 25 russische Regionen unter Treibstoffengpässen oder Lieferproblemen. Gleichzeitig sind die Kraftstoffpreise seit Anfang Juni deutlich gestiegen. Nach Angaben der russischen Statistikbehörde „Rosstat“ stieg der Preis für Benzin innerhalb von einer Woche um 0,9 Prozent, seit Jahresbeginn bereits um insgesamt 5,6 Prozent. Als Hauptursache gelten anhaltende ukrainische Angriffe auf russische Öl- und Transportinfrastruktur. Besonders kritisch ist die Versorgungslage auf der Krim. |
| Polen | 13.06.2026 | In Warschau findet die Parade der Gleichheit für die Rechte der LGBTQ+-Community statt, an der mehrere Tausend Personen teilnehmen. Die Schirmherrschaft der Parade haben die Europäische Union sowie die Botschaften Deutschlands und Mexikos übernommen. Es ist das 25-jährige Jubiläum der Parade. Eröffnet wird sie von Stadtpräsident Rafał Trzaskowski (Bürgerkoalition/ Koalicja Obywatelska – KO). |
Über die Länder-Analysen
Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.
Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.
Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.
Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.
Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest
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