Belarus-Analysen

Aktuelle Ausgabe der Belarus-Analysen
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Belarus-Analysen Nr. 63 vom 18.11.2022


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Neue Chronik-Einträge
Belarus27.02.2022Belarus — 27.02.2022
Am Tag des Verfassungsreferendums protestieren Menschen in Belarus gegen den russischen Krieg gegen die Ukraine und die Beteiligung von Belarus am Krieg. Dabei handelt es sich um die ersten großen Proteste in Belarus seit über einem Jahr. Am folgenden Tag berichten Behörden über die Festnahme von mind. 800 Menschen.
Belarus27.02.2022Belarus — 27.02.2022
Aljaksandr Lukaschenka bestätigt laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zum ersten mal, dass Raketen vom belarusischen Territorium auf Positionen in der Ukraine abgefeuert wurden, es sei allerdings »ein erzwungener Schritt« aufgrund einer angeblich geplanten Attacke auf Belarus durch die Ukraine gewesen.
Belarus27.02.2022Belarus — 27.02.2022
In Belarus wird ein Referendum zur Änderung der Verfassung durchgeführt. OSZE-Beobachter wurden nicht eingeladen; die Namen der Mitglieder der Wahlkommissionen werden geheim gehalten. Laut offiziellen Angaben beträgt die Wahlbeteiligung beim Referendum 78,61 Prozent; die von Lukaschenka vorgeschlagenen Verfassungsänderungen werden von 65,2 Prozent der Bevölkerung akzeptiert und damit als angenommen betrachtet. Belarusiche Menschenrechtsorganisationen betrachten das Referendum als nicht frei. Die Verfassungsänderungen geben Lukaschenka die Möglichkeit, weiterhin für das Präsidentenamt zu kandidieren und garantieren ihm auch lebenslange Immunität vor Strafverfolgung, sollte er von der Macht zurücktreten. Sie ermöglichen es Belarus zudem, seinen atomwaffenfreien Status aufzugeben.
Belarus28.02.2022Belarus — 28.02.2022
In Belarus, nah zur belarusisch-ukrainischen Grenze, finden Verhandlungen zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands statt.
Belarus28.02.2022Belarus — 28.02.2022
Das Verfassungsreferendum in Belarus sei von Lukaschenka organisiert worden, um zusätzliche Instrumente zur weiteren Festigung seiner Macht zu erhalten, erklärt der EU-Außenbeauftrage Josep Borrell.
Über die Belarus-Analysen

Die Belarus-Analysen erscheinen seit Mai 2011 und sollen als Hintergrundanalysen bei der Beurteilung aktueller Ereignisse und langfristiger Entwicklungen in Belarus behilflich sein. Ihr Anliegen ist es, das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und interessierte Öffentlichkeit verfügbar zu machen.

Die Belarus-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Jede Ausgabe bietet eine kurze Analyse zu einem aktuellen Thema der politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Entwicklung des Landes. Ergänzt wird sie mit Tabellen und Grafiken. Zusätzlich gibt es regelmäßig Kommentare und Hintergrundinformationen zu aktuellen Ereignissen sowie eine Chronik mit den wichtigsten Geschehnissen der vergangenen zwei Monate.

Frühere Ausgaben der Belarus-Analysen finden Sie im Archiv.


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