Aktuelle Ausgabe der Belarus-Analysen
Neue Chronik-Einträge
| Belarus | 18.06.2026 | Die Freilassung aller politischen Gefangenen und die Beendigung der Repressionen bleiben notwendige Voraussetzungen für jeden politischen Dialog oder jede wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der EU und Belarus. Dies geht aus der vom Europäischen Parlament angenommenen Entschließung über die Verschlechterung der Lage der politischen Gefangenen in Belarus hervor. |
| Belarus | 19.06.2026 | Der Europäische Rat verurteilt in seiner Abschlusserklärung, die auf dem EU-Gipfel in Brüssel (18.-19. Juni) verabschiedet wird, die anhaltende militärische Unterstützung Russlands durch Belarus (wie auch durch Iran und Nordkorea). Der Europäische Rat bekräftigt seinen dringenden Aufruf an Russland und Belarus, eine sichere Rückkehr aller rechtswidrig deportierten und aus dem Land verbrachten ukrainischen Kinder und anderer Zivilpersonen in die Ukraine zu gewährleisten. Zudem werden sämtliche der jüngsten hybriden Angriffe durch Russland und Belarus gegen die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten verurteilt. |
| Belarus | 26.06.2026 | In einer gemeinsamen Erklärung anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung der Opfer von Folter bekunden Abgeordnete des Europäischen Parlaments ihre Solidarität mit den Belarus*innen, die von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Es wird betont, dass Folter weiterhin eines der zentralen Repressionsinstrumente des Lukaschenka-Regimes darstelle. |
| Belarus | 28.06.01.07.2026 | Aljaksandr Lukaschenka hält sich zu einem offiziellen Besuch in China auf. Er trifft in Peking mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping zusammen. Xi bekräftigt die Unterstützung Chinas für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität von Belarus und bezeichnet die bilateralen Beziehungen als strategische Zusammenarbeit. |
| Belarus | 29.06.2026 | Vertreter*innen der Europäischen Union, des Europarats sowie mehrerer Staaten und internationaler Menschenrechtsorganisationen unterstützen die Schlussfolgerungen im Bericht von Nils Muižnieks, dem UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtssituation in Belarus, im Rahmen der 62. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. In dem Bericht wird unter anderem gefordert, die Verfolgung von Menschen zu beenden, die rechtmäßig ihre bürgerlichen und politischen Rechte wahrnehmen. Darüber hinaus fordert Muižnieks, alle Personen freizulassen, die aufgrund politisch motivierter Anschuldigungen in Belarus inhaftiert sind. |
Über die Belarus-Analysen
Die Belarus-Analysen erscheinen seit Mai 2011 und sollen als Hintergrundanalysen bei der Beurteilung aktueller Ereignisse und langfristiger Entwicklungen in Belarus behilflich sein. Ihr Anliegen ist es, das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und interessierte Öffentlichkeit verfügbar zu machen.
Die Belarus-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Jede Ausgabe bietet eine kurze Analyse zu einem aktuellen Thema der politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Entwicklung des Landes. Ergänzt wird sie mit Tabellen und Grafiken. Zusätzlich gibt es regelmäßig Kommentare und Hintergrundinformationen zu aktuellen Ereignissen sowie eine Chronik mit den wichtigsten Geschehnissen der vergangenen zwei Monate.
Frühere Ausgaben der Belarus-Analysen finden Sie im Archiv.
