Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
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Russland-Analysen Nr. 485 vom 08.07.2026


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Neue Chronik-Einträge
Russland13.08.2026Russland — 13.08.2026
Bei einem Bombenanschlag in Sewastopol auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim wird ein russischer Offizier getötet. Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB war der Sprengsatz in einem Mülleimer deponiert worden. Die Ermittlungsbehörden nahmen eine russische Staatsbürgerin fest. Ihr wird vorgeworfen, im Auftrag ukrainischer Geheimdienste gehandelt zu haben. Unbestätigten Berichten zufolge soll das Opfer der frühere ukrainische U-Boot-Kommandeur Robert Schagajew sein, der 2014 zu Russland übergelaufen war.
Russland14.08.2026Russland — 14.08.2026
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, weist Vorschläge für eine Waffenruhe im Schwarzen Meer zurück. Sie erklärte, dies würde der Ukraine lediglich eine Atempause verschaffen. Zuvor hatte die Türkei nach eigenen Angaben beiden Seiten Vorschläge zur Einstellung militärischer Operationen im Schwarzen Meer unterbreitet; auch die Ukraine soll einen Stopp der Angriffe auf zivile Schiffe angeboten haben. Moskau schloss zugleich eine Rückkehr zum 2023 beendeten Schwarzmeer-Getreideabkommen aus.
Russland14.08.2026Russland — 14.08.2026
Das russische Justizministerium stuft die an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsstelle Osteuropas (FSO) als sogenannte „unerwünschte Organisation“ ein. Die FSO erforscht politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen in Russland und anderen postsowjetischen Staaten. Zugleich wurde auch die US-amerikanische „Human Rights Foundation“ unter Vorsitz von Julija Nawalnaja als „unerwünscht“ eingestuft. Auf der russischen Liste stehen bereits mehrere deutsche Organisationen, darunter der DAAD sowie zahlreiche politische Stiftungen.
Russland14.08.2026Russland — 14.08.2026
Die UN gibt bekannt, dass es im Juli 2026 in der Ukraine mit 437 getöteten und 2.610 verletzten Zivilist:innen die höchste Zahl monatlicher Opfer seit März 2022 gegeben habe. Gegenüber dem Vormonat sei die Zahl um 30 Prozent angestiegen. Als Hauptursache werden verstärkte russische Angriffe mit Raketen und Langstreckendrohnen genannt. Besonders betroffen war die ukrainische Hauptstadt Kyjiw mit 54 getöteten Zivilist:innen.
Russland16.08.2026Russland — 16.08.2026
NATO-Angaben zufolge hat ein spanischer Kampfjet über Rumänien eine russische Drohne abgeschossen, die aus dem moldauischen Luftraum gekommen war. Die Trümmer gingen über unbewohntem Gebiet im Bezirk Galati nieder. Die Drohne war bereits die vierte über Rumänien abgefangene Drohne in diesem Jahr. Einige Tage zuvor war auch über Lettland eine Drohne abgeschossen worden. Außerdem hatte Moldau seinen Botschafter aus Russland zurückberufen, nachdem nahe der Grenze zur Ukraine eine russische Drohne abgestürzt und explodiert war. Die moldauische Präsidentin Maia Sandu bezeichnete den Absturz als direkt Folge der russischen Invasion in die Ukraine.
Über die Russland-Analysen

Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.

Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.

Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.


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