Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
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Russland-Analysen Nr. 414 vom 22.02.2022


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Neue Chronik-Einträge
Russland20.02.2022Russland — 20.02.2022
Der russische Präsident Wladimir Putin und der belarussische Präsident Aleksandr Lukaschenka verlängern entgegen vorheriger Absicht die gemeinsamen Militärübungen. Der Sprecher des belarussischen Verteidigungsministeriums, Wiktor Chrenin, begründet das mit der »Zunahme der militärischen Aktivitäten« im ostukrainischen Donbass. Am Nachmittag teilt Chrenin mit, dass belarussische Raketen-Brigaden nun abzögen. In sozialen Medien zeigen Videos militärische Fahrzeugkolonnen in Oblasten nahe der ukrainischen Grenze, die demnach nicht abziehen, sondern in Grenznähe verlegt werden und aufgestockt worden sein sollen. Medienberichten zufolge versammelt Russland an der Grenze zum Nachbarland das größte Aufgebot an Truppen in Europa seit dem Ende des Kalten Krieges, die Rede ist von deutlich mehr als 130.000 Soldat:innen.
Russland20.02.2022Russland — 20.02.2022
Die US-Botschaft in Moskau warnt auf ihrer Internetseite vor Terroranschlägen in Einkaufszentren, der Metro und Bahnhören in Moskau, St. Petersburg und an der Grenze zur Ukraine. Daraufhin fordert die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa eine Erklärung, wie die USA zu der Annahme kämen.
Russland20.02.2022Russland — 20.02.2022
Der russische Komponist Alexander Kolker, 88, wird bei einem Messerangriff in St. Petersburg verletzt.
Russland20.02.2022Russland — 20.02.2022
Der russische Botschafter in den USA, Anatolij Antonow, teilt via Facebook mit, Russland plane, wie im Antwortschreiben an die USA vom 17. Februar 2022 angegeben, »keine Invasion« in die Ukraine.
Russland20.02.2022Russland — 20.02.2022
Der französische Präsident Emmanuel Macron telefoniert mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Macron zeigt sich »besorgt« über die Eskalation in der Ostukraine. Putin lässt mitteilen, dass aus seiner Sicht der Grund dafür »die Provokationen der ukrainischen Sicherheitskräfte« seien. Beide geben an, die Waffenruhe in der Ostukraine mit diplomatischen Mitteln wiederherstellen zu wollen.
Über die Russland-Analysen

Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.

Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.

Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.


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