Zivilgesellschaft nach dem Euromaidan: Vom Ehrenamt zu neuen Strukturen der Partizipation?

Von Susann Worschech (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)

Zusammenfassung
Seit dem Euromaidan hat die ukrainische Zivilgesellschaft einen grundlegenden Wandel erfahren. Waren es bis zum Euromaidan vor allem professionell arbeitende Nichtregierungsorganisationen mit festangestellten Mitarbeiter*innen und einige Aktivist*innen, die das Bild der Zivilgesellschaft geprägt haben, zeichnet sich die Posteuromaidan-Zivilgesellschaft durch deutlich höheres freiwilliges Engagement aus. In diesem Artikel sollen einige Bereiche dieser neuen Volontärs-Zivilgesellschaft vorgestellt und bezüglich ihrer gesellschaftspolitischen Relevanz analysiert werden.

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Lesetipps

  • Oleg Friesen: »Heimatfront« – Die ukrainische Volontärsbewegung, in: Ukraine-Analysen 171, 30.06.2016, S. 2–6, http://www.laender-analysen.de/ukraine/pdf/UkraineAnalysen171.pdf.
  • Stefan Meister: Quo vadis Ukraine? Die Neuerfindung des ukrainischen Staates, in: Ukraine-Analysen 142, 27.11.2014, S. 3–4, http://www.laender-analysen.de/ukraine/pdf/UkraineAnalysen142.pdf.
  • Marc Morjé Howard: The Weakness of Civil Society in Post-Communist Europe.Cambridge 2003.
  • Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine.München 2009.
  • Susann Worschech: Die Herstellung von Zivilgesellschaft. Strategien und Netzwerke der externen Demokratie-förderung in der Ukraine. Wiesbaden 2018.
  • Kateryna Zarembo: Substituting for the State: The Role of Volunteers in Defense Reform in Post-Euromaidan Ukraine, in: Kyiv-Mohyla Law and Politics Journal 3 (2017), S. 47–70.
  • Rosaria Puglisi: A People’s Army: Civil Society as a Security Actor in Post-Maidan Ukraine, in: IAI Working Papers 2015, unveröffentlichtes Manuskript, http://www.iai.it/en/pubblicazioni/peoples-army.
  • Susann Worschech: Euromaidan goes Parliament: Wer sind »die neuen« ParlamentskandidatInnen?, in: Ukraine-Analysen 138, 15.10.2014, S. 10–14, http://www.laender-analysen.de/ukraine/pdf/UkraineAnalysen138.pdf.

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Analyse

Zivilgesellschaft in der Ukraine – rosige Aussichten?

Von Elise Luckfiel
Die Zivilgesellschaft in der Ukraine wurde lange als schwach und marginalisiert wahrgenommen. Erst die Massenproteste im Winter 2004 zeigten das erhebliche Protestpotential der ukrainischen Bevölkerung. Doch bereits in den 1990er Jahren hat es einen NGO-Boom gegeben. Der Großteil dieser Organisationen ist aller- dings wieder in der Passivität verschwunden. Die tagtägliche Arbeit von ukrainischen Nichtregierungsorgani- sationen (NGOs) ist beschwerlich. (…)
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Analyse

Gefangen in der Pufferzone: Migration, Flüchtlinge und die Auswirkungen der EU-Außenpolitik

Von Raphi K. Rechitsky
Die Reaktionen der Medien und Regierungen auf die arabischen Revolutionen in Nordafrika und im Nahen Osten haben moralische Panik angesichts des gewaltigen Ausmaßes der neuen Migrationswellen ausgelöst. Allerdings ist wenig über die Politik und die Bedingungen bekannt, die die Flüchtlinge dazu zwingen, von den Rändern der EU in die östlichen Mitgliedsländer zu immigrieren. Ein Blick auf die EU-Außenpolitik und die Unterstützung für die EU-Nachbarn zeigt deutlich, dass eine Transformation hin zu einer Politik, die auf Menschenrechten und Freizügigkeit basiert, notwendig ist. Da die Flüchtlinge gesetzlich und sozial im Bereich Wohnen und Arbeit ausgegrenzt und oft Opfer von rassistischer Gewalt werden, bleiben viele hilflos in der Ukraine zurück und haben weder die Möglichkeit sich dort zu integrieren noch die Chance in die sichereren westlichen Länder weiterzureisen.
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