Die Hungersnot 1932-33 in den Augen der ukrainischen Bevölkerung

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Analyse

Geschichtsinterpretationen als Kristallisationspunkt interethnischer Spannungen auf der Krim

Von Oksana Danylenko
Die Geschichte der Krim kann auf verschiedene Weise interpretiert werden, sowohl auf der Ebene des öffentlichen Diskurses zu verschiedenen historischen Epochen als auch auf der Ebene des Alltages. Der vorliegende Beitrag präsentiert beispielhaft einige Diskurse zur Geschichte der Krim, die die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Bevölkerung der Krim und die resultierenden Spannungsverhältnisse aufzeigen. Die Analyse bezieht sich dabei sowohl auf die Inhaltsanalyse von Schulbüchern für den Geschichtsunterricht als auch auf qualitative Interviews, die auf der Krim, in Lwiw (Westukraine) und Charkiw (Ostukraine) durchgeführt wurden.
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Kommentar

Gespalten in Ost und West? Sprachenfrage und Geschichtspolitik in der Ukraine im Kontext der Wahlkämpfe 2004 und 2006

Von Wilfried Jilge
Trotz des gestiegenen Interesses an der Ukraine während und auch nach der „Orangen Revolution“ dominiert in den westlichen Medien immer noch das Bild eines entlang weitgehend identischer politischer und sprachkultureller Trennlinien in Ost und West gespaltenen Landes. Die Phrase von der Spaltung des Landes, das angeblich kurz vor dem Auseinanderbrechen steht, ist jedoch vor allem Teil einer politischen Herrschaftsstrategie, die in der zweiten Amtsphase von Präsident Kutschma von den Ideologen des Regimes mit subtilen und weniger subtilen Mitteln (Zensur) zur Legitimation einer autoritären Machtvertikale erdacht wurde.
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