Fünf Jahre seit der Krimkrise

Zusammenfassung
Vor fünf Jahren, am 18. März 2014, annektierte Russland nach einem umstrittenen Referendum die Krim. Aus diesem Anlass haben wir führende Osteuropa-Experten gebeten, einen Blick zurückzuwerfen und eine Einschätzung der aktuellen Lage und Zukunftsaussichten vorzunehmen. Die rechtzeitig bei uns eingegangenen Texte werden hier im Autorenalphabet veröffentlicht.

Die Redaktion der Russland-Analysen

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Analyse

Den Eskalationsprozess stoppen Ziele der Deutschen Russlandpolitik

Von Gernot Erler
Obwohl die Krise zwischen Deutschland und Russland sich nicht durch alle Beziehungsebenen zieht und sich das Verhältnis in vielen Bereichen entspannt, ist nach wie vor eine politische Entfremdung präsent. Diese wird durch die unterschiedliche Wahrnehmung von ein und derselben politische Entwicklung bedingt. Sowohl ein Dialog, der im Bewusstsein einer gemeinsamen friedlichen Zukunft geführt werden muss, als auch der Abbau von Feindbildern ist nötig. Eine Basis dafür ist bereits in all den kulturellen und wirtschaftlichen Aktivitäten vorhanden, die das Engagement für einen normalen und konstruktiven Austausch zwischen Europa, Deutschland und Russland sowie ein Verantwortungsbewusstsein, sich für ein gutnachbarliches Verhältnis und ein wechselseitiges Verständnis einzusetzen, widerspiegeln. Die tiefe Krise zwischen Russland und dem Westen wird sich nur überwinden lassen, wenn endlich eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts voran kommt, wenn die Frage der Gültigkeit der Europäischen Friedensordnung geklärt werden kann und wenn zumindest mittelfristig eine Aufarbeitung der beschriebenen Entfremdungsprozesse eingeleitet wird. (…)
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Analyse

Russland und die regionalen Mächte im Nahen und Mittleren Osten: Patiencen, die nicht aufgehen

Von Irina Zvyagelskaya
Russland spielt im Nahen und Mittleren Osten eine aktive Rolle und kooperiert dabei eng mit unterschiedlichen, nicht selten widerstreitenden regionalen Mächten. Diese Akteure spielen eine wichtige Rolle im Konflikt in Syrien, wo sie ihre eigenen Interessen zu sichern versuchen und sich dabei der Ressource Russland bedienen. Moskau stößt ungeachtet seines insgesamt erfolgreichen Kurses im Nahen und Mittleren Osten auf ernste Probleme, die auf die Politik seiner Partner und situationsgebundene Kooperationen in der Region zurückzuführen sind. Im vorliegenden Beitrag werden die Beziehungen Russlands zum Iran, zu Israel und zur Türkei im Kontext der Syrien-Krise untersucht.
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