Soziale Netzwerke statt staatlicher Hilfe. Mobilität und Integration kasachischer Migranten im »Land ihrer Vorväter«

Von Henryk Alff

Zusammenfassung
Die Bevölkerung Kasachstans hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten wie die keines anderen zentralasiatischen Landes durch Migrationsströme gewandelt. Unter anderem sind nach offiziellen Zahlen bis 2008 rund 730.000 im Ausland lebende Kasachen den Einladungen der Staatsführung zur Rückkehr in ihre »historische Heimat« nachgekommen. Der folgende Text zeigt, dass sich das Bild der »Rückkehrmigration« wesentlich dynamischer und konfliktreicher darstellt, als von den politischen Eliten des Landes gern behauptet.

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Analyse

Regionalisierung und Globalisierung. Neue Tendenzen der Arbeitsmigration in Zentralasien

Von Jelena Jurjewna Sadowskaja, Jelena Sadowskaja
Zentralasien wurde als historische Transitregion von jeher wirtschaftlich und kulturell durch Bevölkerungsmobilität geprägt. In jüngster Zeit bestimmt vor allem die grenzüberschreitende Arbeitsmigration aus den ländlichen Räumen der Region ins boomende Kasachstan und nach Russland das Wanderungsgeschehen. Fortschritte in der Transport- und Kommunikationsinfrastruktur, ökonomische Disparitäten und nicht zuletzt die Schwäche des staatlichen Einflusses fördern die Migration und bieten sowohl Chancen wie auch Risiken für die zukünftige Entwicklung.
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Analyse

Interne Migration in Kasachstan: Ein Motor ökonomischer und sozialer Entwicklung?

Von Barbara Dietz
Obwohl interne Migrationsbewegungen von politischer und wirtschaftlicher Bedeutung für Kasachstan sind, wurde im letzten Jahrzehnt vor allem die Rolle internationaler Wanderungsbewegungen untersucht. Eine Haushaltsbefragung, die zwischen Oktober und Dezember 2010 in vier Städten Kasachstans – Almaty, Astana, Karaganda und Pawlodar – durchgeführt wurde, wirft erstmals Licht auf die Hintergründe, Motivationen und Konsequenzen interner Wanderungen in diesem Land. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass es unter den internen Migranten, die seit 2002 umgezogen sind, überdurchschnittlich viele besser ausgebildete Personen gab und dass Kasachen stärker an den Wanderungen partizipierten als Russen. Das wichtigste Wanderungsmotiv war die Arbeit, gefolgt von Ausbildung und familiären Gründen. Insgesamt gesehen spricht vieles dafür, dass die internen Migranten in Kasachstan von ihrem Umzug profitierten: Durch die Wanderung erhöhte sich sowohl ihr Lohn als auch ihr sozialer Status
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