Kirgistan in der sozioökonomischen Dauerkrise – Wer ist »schuld«?

Von Nur Omarow

Zusammenfassung
Kirgistan befindet sich in einer sich ständig verschärfenden sozioökonomischen Dauerkrise. Energieknappheit macht der Bevölkerung das Leben schwer und behindert die sowieso schon schwache Wirtschaft des Landes. Zusätzlich ist die Lebensmittelversorgung nicht sichergestellt und indirekte Auswirkungen der globalen Finanzkrise drohen das Land noch tiefer in die Abwärtsspirale zu ziehen. Auch unter Berücksichtigung der schlechten Ausgangsbedingungen des kleinen, rohstoffarmen und schwach industrialisierten Landes sieht der Autor die Ursachen vor allem in Fehlern der Regierung, der Verfolgung falscher Entwicklungsmodelle, dem Fehlen einer stimmigen Wirtschaftsstrategie und wirklich durchgreifender Maßnahmen.

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Analyse

Der Streit um das Kaschagan-Ölfeld – Ressourcennationalismus oder Emanzipation auf Kasachisch?

Von Birgit Brauer
Mitte Januar 2008 wurde der seit Monaten zwischen dem kasachischen Energiekonzern KazMunaiGaz und einem von der italienischen Ölfirma Eni geführten internationalen Konsortium schwelende Streit um das Kaschagan-Ölfeld im Kaspischen Meer zugunsten der kasachischen Seite beigelegt. Die harte kasachische Verhandlungsposition hat viele westliche Medien zu Vergleichen mit der forschen Vorgehensweise Russlands oder Venezuelas gegenüber ausländischen Investoren veranlasst. Doch dieser Vergleich hinkt, denn die Kasachen hatten guten Grund, mit Eni unzufrieden zu sein. Die Konsortiumsmitglieder sind noch glimpflich davongekommen.
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Analyse

Gas aus Turkmenistan für Westeuropa – Erfolgsaussichten und Probleme

Von Birgit Wetzel
Nach Jahren der Abschottung nach außen öffnet sich Turkmenistan unter seinem neuen Präsidenten Gurbanguly Berdimuchammedow seit 2007 vorsichtig für ausländische Investoren und stößt auf großes Interesse, denn das Land ist weltweit der sechstgrößte Erdgas-Exporteur. Auch die EU setzt, trotz ungelöster Pipeline- und Rechtsfragen, einige Hoffnungen auf turkmenisches Gas zur Diversifizierung ihrer Energielieferanten. Die neuesten Entwicklungen im Kaspischen Raum geben zu einer optimistischen Einschätzung der Erfolgsaussichten Anlass.
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