Geldblasen: Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die Ukraine

Von Katerina Bosko [Malygina]

Zusammenfassung
Bis vor kurzem war die politische Elite der Ukraine zuversichtlich, dass das Land von der globalen Finanzkrise kaum betroffen sein werde. In diesem Zusammenhang wurde damit argumentiert, dass die Ukraine nicht so stark wie andere Länder in das globale Finanzsystem integriert wäre, da ihr Finanzmarkt nicht ausreichend entwickelt ist, und dessen Rückgang sich nicht negativ auf die Volkswirtschaft auswirken würde. Dennoch stufte die einflussreiche Ratingagentur Fitch die Ukraine noch im Mai 2008 auf dem zweiten Platz einer Liste von 73 Ländern ein, deren makroökonomisches Risiko besonders groß ist. Darüber hinaus führt die Weltbank die Ukraine zusammen mit Russland und Kasachstan in ihrem jährlichen Bericht »Global Development Finance 2008« auf der Liste derjenigen Länder, die von der globalen Finanzkrise noch am stärksten getroffen werden könnten. Die Entwicklungen im Herbst 2008 bestätigen leider diese trostlosen Prognosen. Wie konnte es dazu kommen, wo doch noch zu Beginn des Jahres ein Wachstum des BIP von bis zu 6,5 % erwartet wurde?

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Analyse

Die Energiefrage in den ukrainisch-russischen Beziehungen

Von Heiko Pleines
Die Ukraine ist stark abhängig von russischen Energielieferungen. Gleichzeitig ist die Ukraine aber das wichtigste Transitland für russische Energieexporte. Die gegenseitige Abhängigkeit hat so zu einer Pattsituation geführt und gestaltet die Beziehungen zwischen den beiden Ländern schwierig. Der aktuelle Streit über den Preis russischer Gaslieferungen ist nur die jüngste Eskalation in einer konfliktreichen Beziehung.
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Analyse

Die Wirtschaftsentwicklung in der Ukraine: Krise in orange?

Von Heiko Pleines
Die Ukraine erlebte von 2000 bis 2004, also genau in der zweiten Amtszeit von Präsident Leonid Kutsch- ma, einen dynamischen Wirtschaftsboom, in dessen Verlauf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um fast 50% wuchs. Nach dem Machtgewinn der Opposition unter Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko in Folge der Orangen Revolution geriet die Wirtschaft hingegen ins Stocken. Das Wachstum ging von 12% im Jahre 2004 auf nur noch 3% im letzten Jahr zurück. Prognosen für die kommenden Jahre erwarten keine Verbesserung. Der Rückgang des Wirtschaftswachstums ist einerseits eine normale Abkühlung nach einem extremen Boomjahr. (…)
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