Die Landwirtschaft in Polen fünf Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union

Von Marcin Kwasowski, Sebastian Zaleski

Zusammenfassung
Das Ziel dieses Beitrags ist, Veränderungen darzustellen, die sich für den polnischen Landwirtschaftssektor aufgrund des Beitritts Polens zur Europäischen Union ergeben haben. Dazu werden zunächst der historische Kontext sowie die Transformation des Systems nachgezeichnet. Anschließend werden die ökonomischen Auswirkungen der Mitgliedschaft Polens in der EU (Liberalisierung des Agrarhandels, Aufnahme Polens in die Gemeinsame Agrarpolitik – GAP) und ihr Einfluss auf die Strukturen, die Beschäftigung und die Einkünfte im landwirtschaftlichen Sektor in Polen behandelt. Des Weiteren enthält der Artikel eine vereinfachte Analyse des polnischen Standpunkts gegenüber der GAP nach 2013 und veranschaulicht, wie sich die Einstellung der Bauern gegenüber der Mitgliedschaft Polens in der EU geändert hat.

PDF-Datei in neuem Fenster anzeigen

Zum Weiterlesen

Artikel

Zweieiige Zwillinge. PiS und Fidesz: Genotyp und Phänotyp

Von Kai-Olaf Lang
Die regierenden Parteien in Polen und Ungarn haben vieles gemeinsam. Beide streben einen neotraditionalistischen Umbau von Staat und Gesellschaft an. Demokratie verstehen sie als Mehrheitsherrschaft, das Mandat, das sie vom Volk an den Wahlurnen erhalten haben, soll nicht durch „checks and balances“ beschränkt werden. In der EU setzen PiS und Fidesz auf die Sicherung und den Ausbau nationalstaatlicher Hoheitsbereiche. Aufgrund außen- und europapolitischer Differenzen – insbesondere in der Sicherheits- und Russlandpolitik – ist allerdings keine nationalkonservative Achse in Ostmitteleuropa entstanden. (…)
Zum Artikel auf zeitschrift-osteuropa.de
Analyse

Stehlen die Polen immer noch die deutschen Autos? Zur Aktualität der polnisch-deutschen Stereotype

Von Krzysztof Ruchniewicz
Die deutsch-polnischen Beziehungen verfügen über einen reichhaltigen Bestand stereotyper Auffassungen und Überzeugungen. Genährt von den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen (den Teilungen Polens, dem Nationalsozialismus, dem Zweiten Weltkrieg, dem westdeutschen Sozialstaat, dem ostdeutschen Bruderstaat usw.), werden sie tradiert und häufig zu Propagandazwecken eingesetzt, unterliegen aber auch Veränderungen. So stellt der Autor fest, dass mit der Ausweitung der gegenseitigen Kontakte in den 1990er Jahren das Stereotyp des feindlichen und gefährlichen Deutschen nun allenfalls ein verblassendes in einer Reihe von Vorstellungen über die westlichen Nachbarn in Polen ist. Ebenso wandelt sich auch das historisch negative Polen-Bild der Deutschen zum Besseren, was eine Folge jüngster konkreter Nachbarschaftserfahrungen und des Beitritts Polens in die Europäische Union sein kann. Dennoch werden die Stereotype weiterleben, auch wenn sie »ungefährlichere«, beispielsweise humoristische Formen annehmen. (…)
Zum Artikel

Logo FSO
Logo DGO
Logo ZOIS
Logo DPI
Logo IAMO
Logo IOS