„Im Apostolat der Medien“ – Radio Maryja

Von Bettina-Dorothee Mecke

Zusammenfassung
Der katholische Sender Radio Maryja geriet in den 15 Jahren seines Bestehens immer wieder wegen antisemitischer und xenophober Ausfälle, Kampagnen gegen einzelne Personen oder Medien sowie wegen seines undurchsichtigen Finanzgebarens in die Schlagzeilen. Das Radio ist mit der Übertragung von Messen, der Verbreitung kirchlicher Nachrichten und der Organisation von Pilgerfahrten auch ein pastorales Medium. Den weitaus größten Teil nimmt jedoch die politische Bildungsarbeit ein. Der Sender versteht sich als eine gesellschaftliche Kraft, die ihre Mission nicht auf Fragen der Spiritualität beschränkt wissen will. Polen und der Kampf um die „richtige“ nationale Identität bilden das zentrale Anliegen von Radio Maryja.

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Analyse

Die litauische Minderheit in Polen und die polnische Nationalitätenpolitik

Von Swetlana Tschervonnaja
Polen war über viele Jahrhunderte ein Vielvölkerstaat. Durch den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen (Gebietsverschiebungen, Zwangsumsiedlungen) sowie eine minderheitenfeindliche Politik in der Volksrepublik Polen änderte sich dies massiv. Die vor dem Krieg ausgeprägte gesellschaftliche Aktivität der litauischen Minderheit in unterschiedlichen Organisationen wurde ab den 1950er Jahren auf die staatlich kontrollierte Sozial-kulturelle Gesellschaft der Litauer beschränkt. Im Kontext der politischen Wende von 1989/90 erhielten die nationalen Minderheiten in Polen das Recht, ihre Sprache, Kultur und Tradition zu pflegen und zu entwickeln. Die litauische Minderheit, die v.a. (…)
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