Belarus-Analysen

Ausgabe 1 (25.05.2011), S. 17–19

25 Jahre nach der Katastrophe: Der politische Umgang mit Tschernobyl in Belarus

Von Astrid Sahm

Zusammenfassung
25 Jahre nach Tschernobyl erklärt die belarussische Führung, dass es dank ihrer umfassenden Aktivitäten keine wesentlichen erkennbaren Katastrophenfolgen mehr gibt. Diese Position wird von atomfreundlichen internationalen Organisationen bestätigt, während Gegner der zivilen Atomenergienutzung zu anderen Bewertungen gelangen. Auch die innenpolitischen Konflikte des Landes spiegeln sich im Umgang mit dem Thema Tschernobyl wider. Zivilgesellschaftlichen Initiativen gelingt es lediglich ansatzweise, hier brückenbildend zu wirken.

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Lesetipps

  • Astrid Sahm, Die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl für Belarus. Dimensionen, politische Reaktionen und offene Fragen, in: Lutz Mez/Lars Gerhold, Gerhard de Haan (Hrsg.): Atomkraft als Risiko. Analysen und Konsequenzen nach Tschernobyl, Frankfurt a.M. u. a. 2010, S. 153–165.
  • Department for Mitigation of the Consequences of the Catastrophe at the Chernobyl NNP of the Ministry of Emergency Situation of the Republic of Belarus: Reviving our homeland. Special edition for the 25th anniversary of the Chernobyl catastrophe, Minsk 2011, http://rbic.by/images/stories/articles/files/special_25th_enu.pdf
  • Internationales Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (Hg.) Tschernobyl und die europäische Solidaritätsbewegung, Dortmund 2011.
  • Astrid Sahm/Manfred Sapper/Volker Weichsel (Hrsg.): Tschernobyl: Vermächtnis und Verpflichtung, Berlin 2006 (=Osteuropa 4/2006). 272 S., 15,- €. Inhaltsverzeichnis und Abstracts: http://dl.oe.dgo-online.org/issues/dl/0604de.pdf; zu bestellen unter osteuropa@dgo-online.org.

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