Zwischen Kalkül, Klientelismus und »Leidenschaft«: Ukrainische Oligarchen als Wohltäter und Mäzene

Von Steffen Halling

Zusammenfassung
Während die politische Einflussnahme auf Parteien und Massenmedien sich längst zu einem kollektiven und omnipräsenten Charakteristikum ukrainischer Oligarchen entwickelt hat, hat sich in den vergangenen Jahren ebenso der Trend abgezeichnet, dass Oligarchen zunehmend als Wohltäter und Mäzene in Erscheinung treten und ihr bisheriges Handlungsportfolio damit erweitert haben. Ihre Wohltätigkeits- und Mäzenatenarbeit ist vielschichtig. Ein Blick in den postsowjetischen Raum zeigt, dass diese sowohl regimestabilisierende als auch subversive Funktionen haben kann.

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Analyse

Privatisierungsauktionen zwischen Manipulationen, Skandalen und Renationalisierung

Von Heiko Pleines
Manipulierte Privatisierungsauktionen waren ein wesentlicher Kritikpunkt an Präsident Leonid Kutschma. Sie wurden als Ausdruck des Ausverkaufs staatlichen Vermögens an die Oligarchen gesehen. Die Vertreter des orangen Lagers forderten deshalb eine Revision der Auktionen. Das Ergebnis ist bisher aber bescheiden. Nur zwei der großen Privatisierungsauktionen wurden annuliert. (…)
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Kommentar

Ist Nascha Ukraina noch zu retten? Der schleichende Niedergang der Partei des Präsidenten

Von Ralf Wachsmuth
Die Volksunion Nascha Ukraina („Unsere Ukraine“ – VUNU), die erst im März 2005 nach der erfolgreichen Orangen Revolution als ‚Partei des Präsidenten’ ins Leben gerufen worden war mit dem Anspruch, das Wahlprogramm des Präsidenten zum Wohle des gesamten ukrainischen Volkes in praktische Politik umzusetzen und die Ideale des Majdan zur Grundlage politischen Handels zu machen, befindet sich seit den für die Partei enttäuschend verlaufenen Parlamentswahlen vom März dieses Jahres und der gescheiterten Wiederbelebung des orangen Bündnisses im August in einer tiefen Krise. Nach bisher vergeblichen Bemühungen, einen neuen Vorsitzenden und ein neues Präsidium zu bestimmen, taumelt die mit großen Hoffnungen und Erwartungen gestartete Partei scheinbar unaufhaltsam im freien Fall dem Abgrund zu. Nach der Wahl von Viktor Baloha zum Parteivorsitzenden am 7. Dezember kann die Partei aber wieder neue Hoffnung schöpfen.
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