[{"title":"Der Mittelkorridor und die neue Zentralit\u00e4t Eurasiens","author":[{"name":"Nasibov, Murad","alternate":"Murad Nasibov","firstname":"Murad","lastname":"Nasibov","id":"murad-nasibov","affiliation":[{"institution":"Technische Universit\u00e4t Dresden"}]}],"type":"article","date":"2025-12-12T00:00:00+01:00","journal":[{"name":"Zentralasien-Analysen","shortcode":"ZA"}],"issue":"170","link":[{"url":"https:\/\/laender-analysen.de\/zentralasien-analysen\/170\/mittelkorridor-zentral-eurasien\/"}],"genre":"Analyse","pages":"2-8","abstract":"Der Mittelkorridor verbindet China und Europa \u00fcber Zentralasien, den S\u00fcdkaukasus, das Schwarze Meer und die T\u00fcrkei. Urspr\u00fcnglich als Infrastrukturkonzept in den 2000er Jahren entwickelt, hat er sich inzwischen zu einem geopolitischen Projekt zur Umgestaltung der regionalen Ordnung in Eurasien gewandelt. Diese Entwicklung wird vor allem durch den Niedergang der russischen Hegemonie im postsowjetischen Raum und durch die wachsende regionale Diplomatie gepr\u00e4gt. L\u00e4nder wie Aserbaidschan, Kasachstan und Usbekistan nutzen diese Dynamik, um ihren au\u00dfenpolitischen Handlungsspielraum und ihre strategische Autonomie auszubauen. Der Mittelkorridor symbolisiert damit den \u00dcbergang von einer hierarchischen postsowjetischen Integration zu einer vernetzten und pluralistischen Ordnung regionaler Staaten. Trotz des Einflussstrebens externer Akteure wie der T\u00fcrkei, Chinas und der EU bleibt diese neue Ordnung innerregional zentriert und verankert. Europa kann die Transformation und die zunehmende Offenheit Eurasiens durch interregionale Konnektivit\u00e4t und insbesondere solche Partnerschaften unterst\u00fctzen, die nicht von der Logik der geopolitischen Rivalit\u00e4t mit anderen externen Akteuren gepr\u00e4gt sind.","tags":[{"country":"Region Zentralasien"},{"country":"Kasachstan"},{"country":"Usbekistan"},{"topic":"Eurasische Integration"},{"topic":"Au\u00dfenwirtschaft"},{"topic":"Beziehungen zur EU"},{"topic":"Beziehungen zu den Staaten der ehemaligen Sowjetunion"},{"topic":"Beziehungen zu internationalen Organisationen"}],"identifier":[{"name":"10.31205\/ZA.170.01","type":"DOI","url":"https:\/\/doi.org\/10.31205\/ZA.170.01"}]},{"title":"Der Knotenpunkt des Mittelkorridors am Schwarzen Meer:Bulgarien als Europas neues Tor nach Zentralasien","author":[{"name":"Yanev, Martin","alternate":"Martin Yanev","firstname":"Martin","lastname":"Yanev","id":"martin-yanev","affiliation":[{"institution":"Todor Kableshkov University of Transport\/Bulgarian Chamber of Commerce and Industry, Sofia"}]}],"type":"article","date":"2025-12-12T00:00:00+01:00","journal":[{"name":"Zentralasien-Analysen","shortcode":"ZA"}],"issue":"170","link":[{"url":"https:\/\/laender-analysen.de\/zentralasien-analysen\/170\/mittelkorridor-schwarzes-meer-bulgarien-zentralasien\/"}],"genre":"Analyse","pages":"8-11","abstract":"Seit dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine 2022 ist die Transkaspische Internationale Transportroute, auch Mittelkorridor genannt, die wichtigste landgest\u00fctzte Alternative zur seitdem durch Sanktionen blockierten n\u00f6rdlichen Eurasischen Landbr\u00fccke. Dabei nimmt Bulgarien f\u00fcr den Mittelkorridor eine zentrale geo\u00f6konomische Position ein. Die Lage des Landes am Schwarzen Meer, seine EU- und NATO-Mitgliedschaft sowie seine Integration ins Transeurop\u00e4ische Verkehrsnetz (TEN-T) machen es zum prim\u00e4ren Logistikknoten zwischen Europa, dem S\u00fcdkaukasus, Zentralasien und China. Aufgrund der Suche nach neuen Energie- und Rohstoffquellen f\u00fcr Europa avanciert der Mittelkorridor von einer Handels- und Transportroute zu einem strategischen Projekt mit gesamteurop\u00e4ischer Dimension. Bulgarien reagiert darauf mit der Modernisierung seiner Infrastruktur, einer Erh\u00f6hung der Umschlagkapazit\u00e4ten der H\u00e4fen Warna und Burgas sowie der Vereinfachung von Zollverfahren. Die j\u00fcngsten Besuche von Pr\u00e4sident Rumen Radew in Kasachstan und Usbekistan unterstreichen Sofias Ziel, den Mittelkorridor als transregionale Integrationsachse zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Raum zu st\u00e4rken und Bulgarien dabei als Europas neues Tor nach Zentralasien zu etablieren.","tags":[{"country":"Region Zentralasien"},{"country":"Kasachstan"},{"country":"Usbekistan"},{"topic":"Au\u00dfenwirtschaft"},{"topic":"Beziehungen zur EU"},{"topic":"Energiewirtschaft, Pipelines"}],"identifier":[{"name":"10.31205\/ZA.170.02","type":"DOI","url":"https:\/\/doi.org\/10.31205\/ZA.170.02"}]},{"title":"Strategische Dimensionen der Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und Zentralasien im Rahmen des Mittelkorridors","author":null,"type":"article","date":"2025-12-12T00:00:00+01:00","journal":[{"name":"Zentralasien-Analysen","shortcode":"ZA"}],"issue":"170","link":[{"url":"https:\/\/laender-analysen.de\/zentralasien-analysen\/170\/zusammenarbeit-bulgarien-zentralasien-mittelkorridor\/"}],"genre":"Dokumentation","pages":"12-13","abstract":null,"tags":[{"country":"Region Zentralasien"},{"country":"Kasachstan"},{"country":"Tadschikistan"},{"country":"Usbekistan"},{"topic":"Beziehungen zur EU"},{"topic":"Au\u00dfenwirtschaft"},{"topic":"Energiewirtschaft, Pipelines"}],"identifier":null},{"title":"Hinweis auf die Online-Chronik","author":null,"type":"article","date":"2025-12-12T00:00:00+01:00","journal":[{"name":"Zentralasien-Analysen","shortcode":"ZA"}],"issue":"170","link":[{"url":"https:\/\/laender-analysen.de\/zentralasien-analysen\/170\/hinweis-online-chronik-zaa170\/"}],"genre":"Chronologie","pages":"14-14","abstract":null,"tags":[{"country":"Region Zentralasien"},{"country":"Kasachstan"},{"country":"Kirgistan"},{"country":"Tadschikistan"},{"country":"Turkmenistan"},{"country":"Usbekistan"}],"identifier":null}]