1982-1983Andropow und Tschernenko: Interregnum
12.11.1982Wahl J. Andropows zum Generalsekretär des ZK der KPdSU.
15.8.1983Andropow betont Notwendigkeit umfassender Wirtschaftsreformen.
9.2.1984Tod Andropows.
13.2.1984Wahl K. Tschernenkos zum Generalsekretär des ZK der KPdSU.
10.3.1985Tod Tschernenkos.
1985-1991Ära Gorbatschow: Perestrojka
11.3.1985Wahl M. Gorbatschows zum Generalsekretär des ZK der KPdSU.
8.4.1985Einseitiges Moratorium für die Stationierung von Mittelstreckenraketen im europäischen Teil der UdSSR.
16.5.1985Beginn der Anti-Alkohol-Kampagne.
6.8.1985Einseitiges sowjetisches Moratorium für Atomversuche (bis 26.2.1987 mehrmals verlängert; USA schliessen sich nicht an).
25.2.-6.3.1986XXVII. Parteitag der KPdSU.
26.4.1986Reaktorunglück von Tschernobyl (Ukraine).
9./10.10.1986Gipfeltreffen in Reykjavik.
18.12.1986Ethnisch motivierte Unruhen in Alma Ata.
19.12.1986Rückkehr Sacharows aus der Verbannung. Bis Anfang Februar 1987 werden weitere 140 Dissidenten aus der Haft entlassen.
27./28.1.1987Plenum des ZK: Beginn der politischen Perestrojka.
25./26.6.1987Plenum des ZK: Richtlinien für die radikale Umgestaltung des Wirtschaftslebens.
21.10.1987Ablösung B. N. Jelzins (*1931) als Moskauer Parteisekretär.
8.12.1987Gipfeltreffen Gorbatschows mit Reagan. Unterzeichnung des INF-Vertrags.
1.1.1988Unternehmensgesetz tritt in Kraft. Volle wirtschaftliche Rechnungsführung und Eigenverantwortlichkeit der Betriebe.
4.2.1988Offizielle Rehabilitation Bucharins und anderer Opfer des Stalinismus.
18.-26.2.1988Demonstrationen in Eriwan für den Anschluss Nagornyj Karabachs. Offener Ausbruch des armenisch-aserbaidschanischen Konflikts.
24./26.5.1988Genossenschaftsgesetz: Zulassung quasiprivater Betriebe.
5.6.1988Jahrtausendfeier der Christianisierung Russlands.
28.6.-1.7.1988XIX. Konferenz der KPdSU.
1.10.1988Gorbatschow löst Gromyko als Staatsoberhaupt ab.
1.12.1988Verfassungsreform: Ansätze zu einer Parlamentarisierung der UdSSR.
15.2.1989Abschluss des Abzugs der sowjetischen Truppen aus Afghanistan.
9.4.1989Einsatz von Truppen gegen Demonstranten in Tbilisi, 19 Tote.
26.3.1989Wahlen zum Kongress der Volksdeputierten der UdSSR.
25.5.1989Eröffnung des Kongresses der Volksdeputierten der UdSSR.
Januar 1990Abschaffung des Unterrichtsfaches "Marxismus-Leninismus".
11./12.2.1990Kohl in Moskau. Zustimmung der sowjetischen Führung zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten.
27.2.1990Schaffung des Amtes eines Präsidenten der UdSSR.
4./18.3.1990Wahlen in den Republiken und den Regionen.
11.3.1990Litauen erklärt seine Unabhängigkeit. In den nächsten 20 Monaten folgen praktisch alle Unionsrepubliken und viele Autonome Republiken ("Parade der Souveränitäten").
13.3.1990Streichung des Artikels 6 der Verfassung der UdSSR von 1977, der die führende politische Rolle der KPdSU festlegt.
14.3.1990Gorbatschow wird vom sowjetischen Kongress der Volksdeputierten zum Präsidenten den UdSSR gewählt.
16.5.-22.6.19901. Kongress der Volksdeputierten der RSFSR.
29.5.1990Wahl Jelzins zum Vorsitzenden des Obersten Sowjets der RSFSR.
12.6.1990Russischer Kongress der Volksdeputierten erklärt die Souveränität der RSFSR.
2.-13.7.1990XXVIII. Parteitag der KPdSU.
12./13.7.1990Delegierte der "Demokratischen Plattform" (u.a. Jelzin) verlassen die KPdSU.
1.8.1990Neues Mediengesetz: Pressefreiheit.
12.9.1990Unterzeichnung des 2+4-Vertrages.
10.10.1990Oberster Sowjet der UdSSR legalisiert das Mehrparteiensystem.
13.1.1991Sowjetische Spezialtruppen stürmen den Fernsehturm in Wilna.
28.3-4.4.19913. Kongress der Volksdeputierten der RSFSR. In Moskau kommt es am Eröffnungstag zu Massendemonstrationen, die sich gegen Gorbatschow wenden.
23.4.1991Nowo-Ogarewo. 9+1-Prozess. Beginn der Verhandlungen über einen neuen Unionsvertrag.
12.6.1991Jelzin wird von der Bevölkerung zum russischen Präsidenten gewählt.
17.6.19919+1-Prozess erreicht einen Konsens über den neuen Unionsvertrag.
Juli 1991Chasbulatow wird Jelzins Nachfolger als Sprecher des Obersten Sowjets der RSFSR.
19. -21.8.1991Der Putsch einer konservativen Junta scheitert.
28.10.1991Jelzins Reformrede vor dem Russischen Kongress der Volksdeputierten.
1.11.1991Russischer Kongress der Volksdeputierten gewährt Jelzin ausserordentliche Vollmachten zur Durchführung der Wirtschaftsreformen.
6.-8.11.1991Einsetzung einer Reformregierung, an deren Spitze Gajdar steht. Anatolij Tschubajs wird Leiter des neu gegründeten Staatskomitees der RSFSR zur Verwaltung des Staatsvermögens (GKI).
8.12.1991Abkommen von "Beloweschskaja Puschtscha". Gründung der GUS durch Russland, Belorussland, Ukraine.
21.12.1991Treffen in Alma-Ata. Erweiterung der GUS auf 11 Staaten. Georgien und die drei baltischen Republiken treten nicht bei.
25.12.1991Umbenennung der RSFSR in Russländische Föderation.
25.12.1991Gorbatschow tritt als Präsident der UdSSR zurück.
31.12.1991Die UdSSR wird offiziell für aufgelöst erklärt.



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